technische Verfahren zur Verfikation der Ergebnissen von Sichtkontrollen als Teil von eingehenden Untersuchungen zur Verkehrssicherheit von Bäumen
Wir können Ihnen zur detaillierten Untersuchung von Bäumen folgende technische Verfahren anbieten:
- Durchführung von Zugversuchen zur Klärung der Standsicherheit von Bäumen, insbesondere bei Befall von wurzelbürtigen Fäulen (System DynaTim-Fa RINNTECH). Es ist ein aufwändiges Verfahren und sollten insbesondere bei wertvollen Altbäumen angewandt werden
- Durchführung von Resistographenuntersuchungen zur lokalen Messung innerer Zustände im Holz von Bäumen (PD 400 - IML). Es ist einpreiswertes Verfahren, was jedoch einen kleinen Eingriff in das Innere vom Baumes bedeutet.
- Durchführung von Untersuchungen mittels Schalltomographie zu Darstellung des Zustandes eines Holzquerschnittes von Ästen oder Stämmen eines Baumes. Es ist ein aufwändigeres Verfahren, das Innere eines Baumes in der gemessenen Ebene darstellt ohne das der Baum als solches geschädigt wird.
Für die aufwändigeren Untersuchungen sollten Sie von uns ein spezielles Angebot abfordern.
Zugversuch
kurze Erläuterung zum Zugversuch bei Bäumen
Mit dem etablierten Zugversuch bei Bäumen wird mittels der kontunierlichen Krafteintrag das Verhalten der Baumkrone unter
Windlast simuliert und damit die einhergehende Neigung des Baumes mittels hochempfindlichen Sensoren gemessen. Unter
Berücksichtigung der ermittelbaren Kronenfläche werden die Messwerte in einem Computerprogramm ausgewertet.
Damit ist es möglich, ohne den Baum zu schädigen, schwere Schäden im Bereich des Baumfundamentes zu verifizieren.
Zusätzlich kann ermittelt werden welchen Baumpflegemaßnahmen die Standfestigkeit des Baumes wieder herstellen.
Eine Verifizierung der Bruchfestigkeit eines Baumstammes durch einen Zugversuch wird durch uns nur in Ausnahmefällen
durchgeführt, da hier auf Grund der Inhomogenität eines Stammholzes nur in sehr beschränktem Maße Aussagen möglich
sind. Hier ist in der Regel die Verifizierung mittels Resitographenmessungen ausreichend.
Durchführung von Zugversuchen an Bäumen zur Klärung der Standsicherheit
Die Durchführung erfolgt in Kooperation mit der Firma Baumpflege Winter (siehe auch Kontakte).
Grundlage für die Untersuchung bildet das Equipment DYNATIM der Firma Rinntech Metriwerk
GmbH & Co KG.
Da die Untersuchung sehr aufwändig ist, sollten sie hierfür ein individuelles Kostenangebot
anfordern.
weitere technische Verfahren
1. Resistograph
Der von mir genutzte Resistograph PD 400 wird zur Verifizierung von einzelnen Fäulen und Höhlungen wie auch von Ergebnissen der Zugversuche oder Schalltomographie genutzt. Mit dem Resistographen wir eine Bohrwiderstandsmessung durchgeführt. Dazu wird unter Nutzung einer fachlich qualifizierten Sichtung von Schadenssymptomen der Baum mittels einer 3 mm dicken Bohrung bis auf 40 cm Tiefe untersucht. Unter Ermittlung der Torsionskraft der Bohrnadel und der notwendigen Vorschubkraft für die Bohrnadelführung können Aussagen über Schäden hinsichtlich Fäule, Risse und ähnlichem lokal begrenzt getroffen werden. Dieses technische Hilfsmittel ist einfach anzuwenden und findet häufig zur Verifizierung von uneindeutigen Symptomhinweisen auf Schäden Anwendung. Der Nachteil besteht darin, dass die Anwendung es zu Holzschäden im Baum führt, die jedoch vergelichsweise gegenüber anderen Bohrmethoden gering dimensioniert sind und in der Regel zu keinen wesentlichen Beeinträchtigungen des Baumes führen.
2. Schalltomographie
Der Schalltomograph Arbotom (Fa. RINNTEC), welchen ich nutze, erlaubt eine Detektierung von inneren Schäden des Baumes in einer einheitlichen Ebene. Durch Schallwellen, die mittels 8-12 Sensoren am Baum in das Holz eingetragen werden, wird die Schallgeschwindigkeit an allen Sensoren gemessen. Auf Grund von Schäden am Baum ändert sich die Schallgeschwindigkeit gegenüber intaktem Holz erheblich. Die Differnezen werden mittels eines Computerprogramms ausgewertet und daraus eine Schnittebene des gemessenen Stammquerschnittes rekonstruiert, der den innere Zustand (Fäule, Höhlung etc.) anzeigt. Diese Methode ist bezüglich der Verifikation von größeren Schäden insbesondere an alten Bäumen in der Regel besser geeignet. Zusätzlich besteht der Vorteil, dass gegenüber der Resistographenmessung das innere Holz nicht geschädigt wird. Die Untersuchung ist jedoch wesentlich aufwändiger als eine Resistogrphenmessung und bedarf einer gesonderten Beauftragung.
